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Das Fonds-Rating von Feri Trust liefert unverzichtbare Informationen für die eigentliche Fondsauswahl. Eine Fondsauswahl impliziert jedoch immer zunächst die Entscheidung für eine bestimmte Gewichtung der verschiedenen Anlagearten wie Aktien, Renten, Fonds und Geldmarktpapiere und darauf aufbauend die Wahl von Segmenten pro Anlageart, z.B. für den Aktienanteil eine geographische und/oder brachen- bzw. themenorientierte Selektion.

Fonds mit einem Top-Rating, d. h. (A) oder (B) bei Feri Trust, sind bei einem mittelfristigen Anlagehorizont hervorragend als Bausteine für das Gesamtdepot geeignet. Das Feri Trust- Rating  hat eine bedeutende Aussagekraft, darf jedoch auch nicht isoliert betrachtet werden. Dies gilt genau so auch für Ratings anderer Gesellschaften. Folgende zusätzliche Kriterien müssen zwingend berücksichtigt werden:

  • Fondsmanagerwechsel
  • Trendabhängige Verschiebung des Ratings ohne wirkliche Veränderung der Fondsmanagementqualität
  • noch relativ geringe Anzahl bewerteter Fonds, bzw. analysierter Segmente

Kommt es zu einem Wechsel im Fondsmanagement hat die bisherige Bewertung eines Fonds praktisch jegliche Aussagekraft verloren. Befindet sich ein solcher Fonds im Depot, sollte kurzfristig ein Wechsel erfolgen. Zumindest aber sollte der Fonds jedoch auf die Beobachtungsliste gesetzt werden. Gerade die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass in einigen Marktphasen Aktien wachstumsorientierter ( Growth ) Unternehmen die besseren Perspektiven bieten, während in anderen Marktphasen Aktien wertorientierter ( Value ) Unternehmen zu bevorzugen sind. Nun gibt es aber einige Fonds die nur einen dieser beiden Stile präferieren. Dies hat zur Folge, dass ein guter Value-Fondsmanager in Growth-orientierten Marktphasen nur schwerlich den neutralen Vergleichsindex übertreffen kann, wohin gegen selbst unterdurchschnittliche erfolgreiche Growth-Fondsmanager in solchen Marktphasen bessere Ergebnisse als der neutrale Vergleichsindex vorweisen können.

Der jeweils an den Aktienmärkten vorherrschende Stil hat somit erhebliche Auswirkungen auf die Analyse von Fonds und letztendlich auch auf die Fonds-Ratings. Diese Entwicklung ist in mehrfacher Hinsicht problematisch. So deuten die Veränderungen nicht unbedingt auf eine Verbesserung oder Verschlechterung des Fondsmanagements hin. Systembedingt werden nach längeren wachstumsorientierten Marktphasen reinrassige Growth-Fonds an die Spitze von Rankings katapultiert, während reinrassige Value-Fonds sich im hinteren Bereich der Performance-Tabellen wiederfinden. Genau entgegengesetzt verhält es sich dagegen nach längeren wertorientierten Marktphasen. Aufgrund der zeitlichen Verzögerung zwischen der Marktentwicklung und den Reaktionen der Rating-Gesellschaften besteht die große Gefahr unbewusst einen prozyklischen Ansatz zu verfolgen, sofern man sich ausschließlich auf die quantitativen Bewertungsfaktoren verlässt. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, bei der Fondsauswahl weit über die Performance und die Analyse quantitativer Daten hinaus zu blicken. Eine erfolgsversprechende Analyse muß zwingend qualitative Faktoren wie den Fondsmanager und dessen Anlagephilosophie und Anlagestil mit einbeziehen.

Traditionelle Fonds-Ratings benötigen für die quantitative Bewertung eine Fondshistorie von 3 bis 5 Jahren und eine bestimmte Anzahl vergleichbarer Fonds in diesem Segment. Daraus ergibt sich die Problematik, daß zu einigen Segmenten noch keine Ratings vorliegen und erfolgversprechende neu aufgelegte Fonds ( abhängig von der Qualität des Fondsmanagers und der Produktausrichtung ) noch nicht berücksichtigt werden. Ein weiterer Beweis dafür,  das hier über den Tellerrand der quantitativen Analyse hinaus geblickt werden muß, um alle Chancen des Anlegers wahrnehmen zu können.

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